Kniebeuge -Teamarbeit – Arbeitsteilung

Bei den Gelenken wechselt Mobilität und Stabilität. D.h. das Fußgelenk ist für die Mobilität, das Kniegelenk für die Stabilität, die Hüfte wieder für die Mobilität und die Lendenwirbelsäule für die Stabilität verantwortlich.

Muskeln erfüllen ihre Aufgaben als Team. Meist sind mehrere Muskeln für einen Bewegungsablauf verantwortlich. Fällt einer auf Grund einer Verletzung aus, oder ist er als Teammitglied schlecht ausgebildet (trainiert) müssen die anderen oder der andere die Arbeit übernehmen. Das führt halt irgendwann zu einer Überlastung (burn out)

Bei vielen Menschen die an Rückenproblemen leiden, kann man feststellen, dass das Problem an der Hüfte liegt. Sie nicht mehr so mobil ist. Die Lendenwirbelsäule sollte eigentlich für Stabilität sorgen. Muss ein Gelenk (in dem Fall die Lendenwirbelsäule), die Mobilitätsfunktion übernehmen, verliert es seine Stabilität , die Folge ist Überlastung, Schmerzen.

Das gleiche mit dem Fußgelenk. Ist das Fußgelenk nicht mobil, kommt das Kniegelenk in Einsatz, obwohl es eigentlich stabilisieren sollte. Folge Knieprobleme.

Die Aufgabe eines Trainers ist es herauszufinden ob jemand Mobilitäts-, oder Stabilitätsschwächen hat. Wie löst ein Sportler seine Bewegungsaufgabe. Versucht der Körper zu kompensieren.

Eine Bewegungsaufgabe kann eine Kniebeuge sein.

Wenn jemand keine Überkopfkniebeuge schafft kann das ein Mobilitäts- aber auch ein Stabilitätsproblem im Rücken sein.

Kann er die Hüfte im Liegen nicht mehr als 90 Grad beugen ist schon mal die Beweglichkeit schlecht, kann er das im Liegen , aber bei einer Kniebeuge nicht, hat er vielleicht ein Stabilitätsproblem. D.h. der Körper lässt die Bewegung nicht zu, weil er sie nicht kontrollieren kann.

Auch wenn die Flexibilität der Fußgelenke, ischiocruaralen Muskulatur oder Hüfte mangelt kann die Qualität der Kniebeuge leiden.

Weiters schaut sich der Trainer bei einer Kniebeuge die rückwertige Streckerkette an. Ist der Gluteus zu schwach (oder kann nicht richtig angesteuert werden) muss die ischiocrurale Muskulatur die Hauptarbeit übernehmen. Wer verletzt sich dann am ehesten. Natürlich die ischio.. Krampf beim Wettkampf , Abbruch. Sie bekommt als Teammitglied das burn out, weil es überlastet wird.

Falsch wäre es die ischiokurale Muskel vorwiegend zu trainieren, weil man vermeintlich glaubt, sie ist schwach. (in Wirklichkeit hat sie zu viel arbeiten müssen) Richtig ist es in diesem Fall den Gluteus zu trainieren. Nur muss man es mal wissen.

Wie schaut es mit der Flexibilität des Fußgelenkes aus. Gibt es Probleme mit der Mobilität des Fußgelenkes oder ist die Wade verkürzt. Kann der Sportler bei der Kniebeuge die Ferse am Boden lassen???

Schafft es der Sportler die Knie hinter der Fusslinie zu halten.

Wenn nicht mangelt es entweder an Kraft oder Beweglichkeit. Die Beugung ist eine Herausforderung die der Quadrizeps bewältigen sollte. Eine Lösung für einen schwachen Quadrizeps ist die Knie weiter nach vorne zu schieben (Schwerpunkt verschiebt sich), geht aber nur so weit es die Mobilität der Fußgelenke zulässt.

Das ist nur ein Auszug von Beobachtungen, die man bei einer Kniebeuge machen kann.

Ein Personal Trainer (Präventionstrainer) ist dazu da, Schwächen zu erkennen und passende Übungen auszusuchen um Schwächen auszumerzen. (Aus den Muskeln gute Teamplayer zu machen.) Der Sportler muss oft auch noch lernen, die richtigen Muskeln anzusteuern. Ziel ist es den optimalen Bewegungsablauf zu automatisieren.

Ein Sportler hat eine gute Form, wenn die Bewegungsabläufe automatisiert sind, kein Muskel sich überarbeitet und daher geringer verletzt ist.

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