Alles auf Zug – oder wie die Kniescheibe in ihrer optimalen Gleitbahn bleibt.

Die Kniescheibe liegt schützend vor dem Kniegelenk.
Sie überträgt die Kraft des 4-köpfigen Oberschenkelmuskel (Quadriceps). Die Sehnen des Quadriceps bilden die Patellasehne und darin befindet sich die Kniescheibe. Die Kniescheibe hat an der Innenseite einen Gelenksknorpel und gleitet in einer Rinne.

2 Muskelanteile verlaufen gerade, 2 Anteile schräg. Das Zusammenspiel ist entscheidend.
Man kann sich den Muskel wie einen Reiter vorstellen der sein Pferd lenkt. Die Sehnen sind die Zügel.
Zieht eine zu schwach oder zu stark, wird die Kniescheibe bevorzugt in eine Richtung gezogen, und kommt aus ihrer Spur.

Für das Kniegelenk ist das perfekte Zusammenspiel dieser Muskelanteile entscheidend .

Eine chronische, schmerzhafte Überlastung der Kniescheibensehnen nennt man Patella(=Kniescheibe)spitzensyndrom. Die Zugbeanspruchung der Sehne ist abhängig von der Muskelleistung der Quadrizepsmuskulatur. Bei Dysbalancen des Muskels ist der Zug einseitig auf die Patella, die Sehne wird überreizt , der Knorpel einseitig beansprucht.

Bei immer wiederkehrenden falschen hohen Belastungen kann es dann zu degenerativen Veränderungen im Bereich des Sehnengewebes kommen.

Am Anfang ist der Schmerz belastungsabhängig, verschwindet nach dem Aufwärmen, und irgendwann schmerzt es dann immer. Das Krankheitsbild kann sich über Monate, Jahre hinziehen und bei übergroßer Belastung immer wieder auftreten.

Ausgleichstraining stärkt die zu schwachen Muskelanteile.

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