Übers Kreuz laufen.

Laufen ist nicht einfach schneller gehen. Das Gehen ist durch doppelt unterstützte Phasen geprägt.
Während ich beim Gehen mit dem einen Fuß lande stütze ich mich mit dem anderen ab.

Das Laufen ist dazu im Gegensatz ein aneinanderreihen von Einbeinständen, und erfordert vom Körper enorme Stabilität. Um im Einbeinstand im Lot zu bleiben schwingt auch der gegenüberliegende Arm als Gegengewicht mit.

Das heißt mit dem Vorschwung des linken Beines schwingt der rechte Arm mit. D.h. der Lastausgleich des Armes trägt zur Stabilisierung des Einbeinstandes bei.

Probiere einmal ohne Armarbeit zu laufen. Einfach nur die Arme gerade runter hängen lassen. Es fühlt sich Sau blöd an.
Am Energiesparendsten wäre es die abgewinkelten Arme locker neben dem Körper zu schwingen.

Die Art der Armarbeit hängt sehr von der Art des Laufens ab. Bin ich ein Sprinter ist ein kräftiger Armeinsatz wichtig. Beobachte dich Mal beim sprinten. Hoher Beinhub bedingt einen kräftigen Armeinsatz. Schlurfe ich nur so langsam vor mich hin, ist auch der Armeinsatz mau.

Eine höhere Frequenz der Armarbeit führt über die Kreuzkoordination zu einer hohen Frequenz an Beinarbeit.
Ein Tipp, wenn dir die Beine beim Laufen schwer werden, probiere es dich gedanklich auf die Armarbeit zu konzentrieren und die Beine auszublenden. Ab und zu hilft das.

Wichtig ist es die Arme nicht vor dem Körper zu überkreuzen. Läufer mit fehlender Körperspannung, schwachen Schulterblattfixatoren schaffen es kaum, die Arme neben zu pendeln. Auffallend ist diese Art des Laufens bei Bürohengsten, Radfahrern, die zu wenig (oder das falsche) für den Oberkörper machen.

Ein Trick wäre beim Laufen den Daumen nach außen zu drehen. Automatisch wandert die Armhaltung in die richtige Position.
Trotzdem erspart es einem nicht an der Oberkörperschwäche mit funktionellem Training zu arbeiten.

Meistens erkennt man den schwächeren Läufer an seiner Oberkörperhaltung.

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