Tapen oder nicht Tapen – das ist hier die Frage???

Ich bin Trainer und kein Therapeut. Meine Meinung ist also eine Trainermeinung.

Um tapen zu können sind umfangreiche Kenntnisse der Anatomie des Bewegungsapparates, Lymphsystemen, Muskelfunktionen und Muskeltests notwendig.

Was passiert beim tapen?

Es wird ein sensorischer Reiz ausgelöst. (Berührungsreiz) Dieser Reiz ist nicht zu unterschätzen. Wenn jemand Schmerzen hat hilft oft Händchen halten, streicheln.
Durch den Zug wird die Mechanik des Muskels mit ihren Faszien beeinflusst. Durchblutung und Abfluss der Lymphe wird beeinflusst.
Tapes sind in verschiedenen Farben erhältlich. Den verschiedenen Farben wird auch eine (psychologische) Wirkung nachgesagt.
Tapes sollen Schmerzen reduzieren, Gelenksfunktionen unterstützen, Blut und Lymphfunktionen verbessern, Verklebungen, Verhärtungen lösen.

Tapetechnik:

Ursprung und Ansatz des Muskels wird gesucht. Der Muskel wird in die richtige Vordehnung gebracht. Mit entsprechender Spannung wird das Tape Richtung Ursprung oder Richtung Ansatz geklebt. (Je nach Wirkungswunsch)
D.h. der Anwender sollte biomechanische Gesetzmäßigkeiten einhalten.
Ich bin der Meinung man sollte Tapes nur von einer fachkundigen Person anlegen lassen.

Sind meine Muskeln beim Sport DAUERND unter Tapezug, -berührung, bekommt der Muskel dauernd die Meldung seine Bewegung nicht voll durchzuführen. Also dauernd die Meldung ans Gehirn AU, AU, AU – Bewegung bis hierher und nicht weiter. Die Bewegungsschleifen verändern sich. DAUERND unter Schonhaltung.
Bewegung ist nicht nur eine Muskelkontraktion. Bei einer Bewegung sind viele Muskeln in einer Muskelschleife miteinander verbunden. Diese korrekte Bewegungsschleife kann nicht mehr durchgeführt werden. Andere Muskeln werden überlastet. Eine neue Verletztung entsteht dort, wo eigentlich nichts war.

Grundsätzlich sollte man auch bei jeder Maßnahme über die Nachhaltigkeit nachdenken.
Bringt es mir etwas, verletzt zu trainieren. Ursachen suchen nicht nur Symptome bekämpfen.

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