Ist ein Läufer verletzt, setzt er sich aufs Rad.

Der Ergometer ist ein gutes Mittel sich die Ausdauer zu erhalten. Vor allem kann es knieschonend sein, da die Bodenreaktionskraft beim Radfahren wegfällt.

Aber es gibt einiges zu beachten. Lenker und Sitz sollten richtig eingestellt sein.

Rad fahren ist nicht Laufen. Es fehlt die Hüftstreckung, es muss nichts stabilisiert werden. (man sitzt ja auf einen Sattel und der Ergometer kann nicht Mal umfallen)

Die Haltung ist nach vorn über gebeugt. Das verkürzt die Bauchmuskeln, Brustmuskeln, der Nacken verspannt sich und der ganze Rücken ist überdehnt und verspannt.

Sitzt man viel auf dem Rad ist Ausgleichstraining vor allem für den Rumpf dringend notwendig.

Das größte Manko sehe ich, dass man die Schwächen die meistens zu den Überlastungsverletzungen führten, weiter mit dem Radfahren gefördert werden.

Mangelnde Stabilität, schwache Beinachsen, keine Hüftstreckung .

Eines ist klar, Laufen belastet die passiven Strukturen (Gelenke, Bänder, Kapseln) des Körper. (Falsch belastet führt dies zu Schädigung / richtig belastet führt dies zur Stärkung)

Auf Dauer bringt es nichts das Knie zu schonen. Es muss durch ein vernünftiges, aufbauendes Training belastbar werden. Aber eben richtig belastet. D.h. Beinachsen sollten gehalten werden können, die Hüfte gestreckt, das Sprunggelenk linear, lateral beweglich, die Knie stabil, die Hüfte linear, lateral beweglich, die Lendenwirbelsäule stabil, die Brustwirbelsäule linear, lateral beweglich die Schulter und die Arme beweglich.

Noch einmal, weil es so wichtig ist: Wenn man richtig belastet stärkt Laufen sogar die passiven Strukturen!!!!

Für viele Läufer ist es schon normal zwischen verletzungsfreie Saison und mit Verletzung kämpfenden belastende Saison zu unterscheiden. Das sollte doch so nicht sein. Ein Lauftraining sollte nachhaltig sein und durch ein präventives auf die persönlichen Schwächen und Stärken abgestimmtes Training sein.

Am besten kann ein Personal Trainer auf deine individuellen Schwächen und Stärken eingehen. Das kann auch zu einer verletzungsfreien Saison beitragen.

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