Immer wieder Knieprobleme – was tun?????

Zuerst Mal beim Arzt oder Therapeuten abklären ob mein Knie geschädigt ist.

Wenn nicht dann kann ich präventive Maßnahmen setzten, damit es zu keiner Schädigung kommt.

Beruhen die Probleme auf muskuläre Schwächen und fehlerhafter Bewegungsausführung kann man noch mit Training das Problem beheben.

Schmerzen in den Knien hängen sehr oft mit mangelnder Stabilität der Hüfte und mangelnde Mobilität der Fußgelenke zusammen. Auch das Iliotibialband das vom Po zur Kniescheibe führt, kann eine Ursache sein.

Stabilisiert man die Fußgelenke mit Tapes, kann sich das auf das Kniegelenk auswirken. Fußgelenk ist nicht mehr mobil, Knie muss es ausgleichen.

Ist die Hüfte nicht stabil, Knie muss es ausgleichen.

Im Basketball treten Patellofemorale Schmerzsyndrome recht oft auf. Basketballspieler haben hohes Schuhwerk und meistens Tapes um sich vor häufigen Fußgelenksverstauchungen zu schützen.

Bei Fußballspielern gibt es weniger Fußgelenks, bzw. patellofemorale Verletzungen. Sie haben ein anderes Schuhwerk, Fuß und Knie sind veranlasst, sich selbst zu kräftigen und schützen.

Knie mit Eis und Taping zu behandeln ist nicht immer sinnvoll. Besser wäre ein sorgfältiges Kräftigungsprogramm, dass besonders auf exzentrische Beugebewegung , Adduktion und Innenrotation des Knies abzielt. Besonders Frauen haben oft Schwächen in der Hüftabduktion und -außenrotation.

Oft reagiert der gluteus medius (Po) durch Überlastung mit Verhärtungen.

Schritte zur Verbesserung der Stabilität und Mobilität:
1. Gluteus medius mit Fascienanwendungen (Rolle, Ball) weich machen.
2. Reaktives neuromuskuläres Training der Hüftabduktoren mit Kräftigung der Knie- und Hüftstrecker. (von der leichten Übungsvariante aufbauend zur schwierigeren Variante)
3. Kräftigung der Hüftstrecker

Um ein patellofemorales Schmerzsyndrom langfristig in den Griff zu bekommen, muss die Ursache der Schmerzen angegangen werden. D.h. die unteren Extrimitäten muss man als Ganzes betrachten.

Das optimalste Training funktioniert am besten mit einem Personal Trainer der genau auf deine muskulären Schwächen eingeht. Bevor du von mir einen Trainingsplan bekommst, gibt es einmal eine Haltungs- Bewegungsanalyse und Muskelfunktionstest. Zwischendurch wird immer wieder dein Trainingsfortschritt überprüft und angepasst.

Schmerzen sind immer ein Zeichen das Training zu beenden. Auch Anlaufschmerzen.

Schmerzen sind nicht immer Entzündungen. Vor allem chronische Schmerzen (über längeren Zeitraum. ) Dann hat sich die Sehne aufgrund chronischer Überlastung bzw. unzureichender Behandlung verändert. Sie spricht dann auch nicht mehr auf Kühlung und Entzündungshämmern an. Im Gegenteil, ich schwäche bei langfristiger Einnahme von Entzündungshämmern weiter. D.h. ab zum Therapeuten, der die betroffene Sehne kontrollierter Belastung aussetzt, damit sich die Strukturen optimal aufbauen kann.

Auch sollte man Entzündungshämmer nicht vorschnell einsetzen. Entzündungen gehören zum Heilungsprozess einer Wundheilung. Unterbreche ich dauernd den Wundheilungsprozess nehme ich der Wundheilung die Chance vollständig zu heilen.
Eine Nebenwirkung von Ibutropfen sind Knochenmarksödeme. Also Vorsicht bei Selbstmedikation. Lieber den Arzt oder Therapeuten fragen ob ein Schmerzmittel oder ein entzündungshemmendes Mittel angebracht ist.

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