Blackroll – Massage für Arme – Das Wunderding bei Verletzungen?????

Ist ein Sportler verletzt, bekommt er pauschal die Empfehlung mit der Blackroll zu rollen.

Ein Muskel besteht aus Muskelbündel die mit einer dünnen Haut umgeben sind. Damit diese Muskelbündel geschmeidig sind produziert die Haut Schmiere. Überlaste ich meinen Muskel, funktioniert dieses Schmiersystem nicht mehr, dann kann eine Massage (Sportmassage, Blackroll…) die Schmierproduktion wieder in Gang bringen.

Unser Körper reagiert auf Reize und ist permanent bemüht sich selbst zu schützen.

Überlaste ich einen Bereich, bzw. belaste ich ihn falsch, reagiert er mit Verspannung. z.B. sitze ich immer mit abgerundetem Buckel vor dem Computer, oder viel auf dem Rad….verhärtet meine Nackenmuskulatur. Muskelzellen, Sehnen sind ein sehr sensibles System mit ganz vielen verschiedenartigsten Sensoren, immer darauf aus sich zu schützen, zu reagieren.

Dieses System denkt aber nicht wirklich, sondern reagiert einfach nur. Die Muskeln verhärten, verspannen dann in diesem Bereich, lagern Kalk ein weil es für diese bucklige Haltung einfach nötig ist.
Mit viel Mühe kann dann ein Therapeut versuchen diese Verspannung, (Es gibt Bereiche im Körper, wo er besonders gerne so reagieren, sogenannte Triggerpunkte) durch Massagemethoden zu lösen.

Auch beim Laufen ist es so, dass es Bereiche gibt, die besonders gerne verspannen und da ist Massage ein gutes Mittel um diese Verspannung zu lösen.

Jeder hat so seinen eigenen Laufstil, Muskeldysbalancen, Beinachsenprobleme. Seinen Bereich wo er verspannt. Ein guter Masseur (Therapeut) kennt und spürt diese Punkte.

Es gibt Sportler die haben ein gutes Körpergefühl. Man kann mit der Rolle (oder auch mit Bällen, verschiedenster Art, aber auch ganz normal mit seinen eigenen Händen die Füße selbst massieren) gut spüren wo das Problem liegt. Mit viel Geduld und Gespür kann man dann sozusagen wieder Geschmeidigkeit in seinen Muskeln und Sehnen bringen.

Es gibt aber auch Sportler die können mit der Rolle…… nichts anfangen. Es gibt auch Menschen die ertragen keine Massage. Sind da besonders empfindlich.

Es gilt wie bei allen, ausprobieren, es sich von einer kundigen Person zeigen zu lassen. Am Anfang nicht zu übermotiviert sein. Der Körper muss sich erst daran gewöhnen. Zum Teil Eigenverantwortung übernehmen, spüren das tut mir gut, das tut mir nicht gut.

Bin ich Verletzt, ist schon wieder alles anders.

Es gibt genug Gründe (Kontraindikationen) die gegen eine Massage (Triggerpunktbehandlung); Blackroll sprechen.

Ich nenne hier nur einige:

Provoziert meine Überlastung eine Entzündung, ist die Struktur verletzt dann ist Massage genau das verkehrte. (das heißt man sollte schon die Entzündungsstadien kennen)

Habe ich Krampfadern, dass bedeutet es könnten sich Blutgerinnsel in der Vene befinden, dann darf ich diesen Bereich nicht massieren. Es besteht die Gefahr, dass sich durch die Massage das Blutgerinnsel löst und ich ihn dadurch Richtung Herz befördere. (Ich habe mit Schaudern schon den Tipp im Netz gelesen, bei Krampfadern sollte man besonders fest Richtung Körper rollen)

Besteht die Gefahr einer Stressfraktur (d.h. meine Knochen sind eh schon spröde) ist das Rollen (Druck auf den Knochen) natürlich genau das verkehrte.

Auch bei Schwangerschaft sollte man eher nicht massieren, rollen…..

Auch bei Verdacht auf Bandscheibenschäden, Einnahme von Blutverdünnenden Medikamenten, rheumatische Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Fibromyalgien….ist Vorsicht geboten

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